Freitag, 30. März 2007
OK. Wie befürchtet waren wir da falsch. Wir hätten auch unsere Vorträge besser auf die Erfordernisse der Tagung anpassen können / sollen / müssen. Das gilt jedenfalls für mein Paper. Weniger Ergebnisse, weniger religionswissenschaftliche Details und mehr Methode wäre angebracht gewesen. Aber hinterher ist man ja immer schlauer.
Jedenfalls haben alle 16 Zuhörer (die Zahl erscheint nicht groß, ist aber doch beachtlich, wenn man bedenkt, dass parallel zu unserem Panel der Chefredakteur von Spiegel Online sprach!) bis zum Ende durchgehalten. Auch, wenn danach Fragen kamen wie: “Was ist denn Paganism?” oder: “Was bedeutet Handfasting?” Ganz klar: Das hätten wir erklären müssen und nicht voraussetzen dürfen.
Eine Lehre fürs nächste Mal: Nicht mehr anderer Leute Notebooks benutzen. Zum mindesten nicht, wenn man nicht sicher sein kann, dass da die neuesten Versionen der Präsentations-Software und alle Video-Kodice installiert sind. Fehlt etwas (wie geschehen), wird einem die schönste Performance vermasselt. Und Performance ist zwar nicht alles, aber mindestens 50% eines Vortrags!
Wir sind jedenfalls unserem Exoten-Status gerecht geworden - mal hoffen, dass es mit dem Networking besser klappt!
Sonntag, 25. März 2007

Soo, bis einschließlich Donnerstag wird om Sein dichtgemacht. Zusammen mit K. und N. bin ich als Redner auf der 9. internationalen GOR Konferenz (GOR steht für “General Online Research”) in Leipzig.
Gegenstand der internationalen Tagung sind Theorien, Methoden und Ergebnisse der Forschung hinsichtlich sozialer und wirtschaftlicher Aspekte des Internet sowie der Mobilkommunikation.Ziel der GOR 07 ist es, den Stand der wissenschaftlichen Forschung, innovative Entwicklungen sowie praktische Erfahrungen zu dokumentieren und damit einen Transfer zwischen
-Wissenschaftlern
-Anwendern der Internet-Forschung
-Universitäten und Unternehmen
-Nachfragern und Anbietern
zu ermöglichen.
Soweit die Zielsetzung auf der Tagungs-Website.
Schaut man sich das Programm an, sind wir mit unserem (im übrigen immer noch mit falschem Titel ausgewiesenen) Panel “Religiöse Rituale im Internet” (richtigerweise sollte es eigentlich heißen: “Rituale Online. Kulturwissenschaftliche Perspektiven auf ein neues Forschungsfeld”) mal wieder die totalen Exoten … Mal schauen, ob überhaupt ein Zuhörer kommt …! :)
Donnerstag, 22. März 2007

Vom 11.-14. April findet in Berlin die Tagung “re:publica - Leben im Netz” statt, organisiert und durchgeführt von newthinking communications und Spreeblick. Themen sind (nach eigenen Angaben):
Soziale Netzwerke, Blogs, Podcasts, Videocasts, Online- und Offline-Communities und -Services - all diese Aspekte werden bei der re:publica ebenso umfassend zur Sprache kommen wie Hintergründe, die Philosophie, die Prinzipien, die rechtlichen Grundlagen der sozialen (R)evolution im Netz. Kurzum: Es geht um Kultur.
Das klingt ja gar nicht schlecht, zumal laut Programm u.a. der deutsche “Blog-Forscher” Jan Schmidt sprechen wird. Außerdem soll es um 3D Online-Welten u.ä. gehen (das klingt verdächtig nach Second Life).
Es soll um Kultur gehen - “Religion(en)” scheinen aber leider keine Rolle zu spielen, auch wenn sich da ziemlich viel tut … Vielleicht ergibt sich trotzdem eine Möglichkeit zur Diskussion und / oder Vernetzung mit anderen. Insbesondere Leuten, die im “Dunstkreis” der “virtuellen Welten” forschen? Das wäre gerade jetzt, wo unser Projekt zu Ritualen in Second Life (Website leider immer noch nicht online, Kurzberschreibungen gibt´s aber auch hier) “in trockenen Tüchern” ist …
Ich bin gespannt!
Donnerstag, 9. November 2006
Nachdem wir bis Sonntag mit unserer Tagung alle Hände voll zu tun haben werden, gibt´s bis dahin keine weiteren Einträge hier in Blog. Vermutlich haben wir uns Sonntag mittag sowieso alle in Zombies mit Schlafentzug verwandelt …
“Zu Ehren” der Tagung hier noch ein kleiner Cartoon, den ich mit der Formel “Denken macht Durst” zusammenfassen würde …. Das Bildchen stammt zwar aus einem anderen Kontext, passt aber trotzdem (oder sollte ich - in Einstimmung auf den Tagungs-Talk - eher: “ist multikontextuell einsetzbar” sagen?)

Gut, OK: in unserem Fall statt “Bier” wohl eher “Sekt” … Aber im Prinzip stimmt´s so!
Montag, 2. Oktober 2006
Sooo, da sind wir wieder. Und Amsterdam war auch recht erfolgreich. Immerhin haben wir einen Kurzvortrag gehalten und bei einer Posterpräsentation “geglänzt”. Unseres war nämlich (laut zweier Organisatoren) das beste Poster und hat den (leider) inoffiziellen “Poster Award” gewonnen. Und weil wir euch diesen Erfolg nicht vorenthalten wollen: Hier ist unser Poster in Din A4 als PDF-Dokument. ;)
Dienstag, 26. September 2006
Da om Sein mit Kollegin am Virtual Ethnography Workshop in Amsterdam teilnimmt, um hoffentlich ganz viel von Christine Hine und anderen Experten auf diesem Gebiet zu lernen, wird der Blog bis einschließlich Sonntag wieder einmal dichtgemacht. :)
Freitag, 22. September 2006
7. Werkleitz Biennale “Happy Believers”
6.-10. September 2006, Volkspark Halle (Saale)
Das internationale Medienkunstfestival fragte in seiner 7. Auflage “Happy Believers” nach der Rolle des Glaubens und der Religiosität in der heutigen Gesellschaft. Unter Anwesenheit der meisten ausstellenden Künstler werden zahlreiche Positionen zeitgenössischer Kunst und Kultur präsentiert, darunter eine Ausstellung, tägliches Film- und Videoprogramm, Performances, DJ-Auftritte und Symposien.
Die verschiedenen Aspekte, unter denen das Thema Glauben und Religiosität in den unterschiedlichen künstlerischen Positionen untersucht werden, sind:
- Der private Glauben – Transformation der Religion
- Die mediale Vergötterung – Auratisierung und Sakralisierung
- Kapitalismus als Religion – Ritualisierung und Ökonomisierung
- Glaube als Strategie – Politik und Religion
Weiterlesen?
Freitag, 28. Juli 2006
Nach den tollen Nachrichten heute (wir sind mit unserem Tagungskonzept bei der Akademie der Wissenschaften in die nächste Runde gekommen! Yippieh! Wo ist der Sekt?!), wagt man dann doch zu träumen …
Einmal Tee mit Tim Berners-Lee …
(Es darf auch etwas Alkoholisches sein!)
Der dann aus dem Nähkästchen plaudert?
“Damals, als das Web noch nicht “World Wide”, sondern nur eine fixe Idee war …”