Sonntag, 8. April 2007
Es geht um die Frage: Grabräuberei oder Auferstehung?
(Der recht nette Cartoon stammt übrigens von der doch meist eher biederen Website “The Back Pew”.)
Ganz abwegig ist die CSI-Geschichte ja nicht … Konnte man am Karfreitag wieder mal im Fernsehen sehen. Da lief nämlich im Vorabendprogramm auf Pro7 James Camerons Pseudo-Doku “Das Jesus-Grab”. Hat das zufällig jemand gesehen? Weiterlesen?
Freitag, 6. April 2007
Passend zum Karfreitag: In den USA sorgt eine lebensgroße Christus-Figur aus (Achtung!) Schokolade in Kreuzigungs-Pose für einen Eklat unter Christen: Insbesondere die “Katholische Liga” fühle sich - so Spiegel Online vom 30. März - von der golgathanischen Schoko-Figur angegriffen. Der Vorsitzender Bill Donnahue spricht von “einer der schlimmsten Verletzungen christlicher Gefühle, die es je gegeben hat”.
Er kritisierte vor allem, dass “My Sweet Lord”, wie die Schokoladenfigur genannt wird, ausgerechnet in der Karwoche und über Ostern in der Galerie des Hotels (gemeint ist das Roger Smith Hotel in New York, d. Bl.) gezeigt werde. “Die Tatsache, dass genau die Karwoche gewählt wurde, zeigt, dass das kalkuliert und absichtlich ist”, sagte Donohue, dessen Gruppe 350.000 Katholiken in den USA repräsentiert. Er rief zu einem wirtschaftlichen Boykott des Hotels auf. Moralisch sei das Hotel schon ruiniert.
Zwar wiegelte das Hotel die Kritik ab, sprach vom Zeitpunkt der Ausstellung kurz vor Ostern von einem “unglücklichen Zufall” und verglich die heftige Reaktion der Gläubigen mit einer “christlichen Fatwa” (so Spiegel Online), dennoch wurde (so die Website des Post Chronicle, ebenfalls vom 30.3.) das Exponat aus Rücksicht auf die religiösen Gefühle der protestierenden Christen nun wieder abgenommen. Weiterlesen?
Mittwoch, 4. April 2007
Wie bereits am 31. Januar berichtet, erschien in der Zeit eine 7-teilige Serie “über Fluch und Segen der Weltreligionen - und weshalb sie Menschen bis heute faszinieren”. Einige der Artikel sind online verfügbar - einschließlich Überblicksseite.
“Weltreligion(en)”
Die unreflektierte Nutzung des leider immer noch gerne genutzten Terminus “Weltreligionen” ließ bereits im Vorfeld Schlimmes ahnen - und die Ahnung wurde auch teilweise bestätigt, was ich bei einer renommierten und ansonsten kritischen und durchaus kompetent recherchierenden Zeitung wie der Zeit für äußerst bedauerlich halte. Allerdings finden sich auch einige (wenige) sehr gute Artikel, die die redaktionellen Fehlgriffe wieder etwas relativieren.
Religiöse Experten?
Generell läßt sich feststellen: Religionswissenschaftler oder Hinweise auf eben solche sind äußerst selten zu finden. “Experten” für die jeweiligen Religionen kommen ebenfalls nur sehr sparsam zu Wort. Das muss nicht per se schlimm sein, rächt sich jedoch des öfteren bei den eher krude zusammengefassten Überblicksartikeln zu den behandelten Religionen Christentum (08.02.), Judentum (15.02.), Buddhismus (22.02.),
Konfuzianismus (01.03.), Hinduismus (08.03.), Islam (15.03.) und “Unglaube” (22.03.), die den zweifelhaften Charme von esoterisch angehauchter Populärliteratur verströmen. Weiterlesen?
Samstag, 31. März 2007
Wir alle kennen YouTube - die derzeit größte “video sharing”-Plattform, gegründet im Februar 2005 und seit Oktober 2006 fest in Google-Hand. Und so einflussreich, dass sogar renommierte Medienkunst-Journale wie bittekunst.de (“Journal für Netzkunst, Videokunst und Kreatives”) über dessen ästhetischen Einfluss schreiben.
Aber einen kleinen Schönheitsfehler hat die populäre Filmchen-Börse (jedenfalls für [konservative] Christen: Sie ist *heidnisch*. Genau wie Wikipedia (wie bereits am 6. März in Kampf der Lexika(?) thematisiert). Und ebenso wie bei der Online-Enzyklopädie gibt es auch hier eine christliche Alternative. Sie heisst GodTube (“Broadcast Him”). Hier geht es nur um das Eine: die Verbreitung des Wort Gottes. Weiterlesen?
Donnerstag, 22. März 2007

Vom 11.-14. April findet in Berlin die Tagung “re:publica - Leben im Netz” statt, organisiert und durchgeführt von newthinking communications und Spreeblick. Themen sind (nach eigenen Angaben):
Soziale Netzwerke, Blogs, Podcasts, Videocasts, Online- und Offline-Communities und -Services - all diese Aspekte werden bei der re:publica ebenso umfassend zur Sprache kommen wie Hintergründe, die Philosophie, die Prinzipien, die rechtlichen Grundlagen der sozialen (R)evolution im Netz. Kurzum: Es geht um Kultur.
Das klingt ja gar nicht schlecht, zumal laut Programm u.a. der deutsche “Blog-Forscher” Jan Schmidt sprechen wird. Außerdem soll es um 3D Online-Welten u.ä. gehen (das klingt verdächtig nach Second Life).
Es soll um Kultur gehen - “Religion(en)” scheinen aber leider keine Rolle zu spielen, auch wenn sich da ziemlich viel tut … Vielleicht ergibt sich trotzdem eine Möglichkeit zur Diskussion und / oder Vernetzung mit anderen. Insbesondere Leuten, die im “Dunstkreis” der “virtuellen Welten” forschen? Das wäre gerade jetzt, wo unser Projekt zu Ritualen in Second Life (Website leider immer noch nicht online, Kurzberschreibungen gibt´s aber auch hier) “in trockenen Tüchern” ist …
Ich bin gespannt!
Mittwoch, 21. Februar 2007
Halleluja! Der “Narhallamarsch” ist verklungen und für die Christen unter uns beginnt heute die Fastenzeit. Was sagt Kathpedia zum Thema?
Am Aschermittwoch bekommen die Gläubigen traditionell im Rahmen einer Heiligen Messen das Aschenkreuz. Die Asche ist das Symbol für die Vergänglichkeit. Streng genommen sollte die Asche für das Aschenkreuz aus dem Holz der im im Vorjahr am Palmsonntag verwendeten Palmzweige sein. Während der Auflegung des Aschenkreuzes sagt der Priester: “Bedenke, Mensch, dass Du Staub bist und wieder zum Staub zurückkehrst.”
Aha. Weiterlesen?
Freitag, 16. Februar 2007
In unserer heutigen hektischen Gesellschaft fassen wir gerne Dinge zusammen. “Zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen” - sagten sich auch einige britische Christen(?) und gründeten bereits in den 1970er Jahren “Christians in Sport”:
Christians in Sport is a missionary organisation with a vision to see Christians in every sports club, representing Christ and building the Church.
Weiterlesen?
Dienstag, 6. Februar 2007
Die Presse hat Second Life entdeckt! Musste man früher Artikel zu dieser boomenden virtuellen Welt mühsam suchen, wird man derzeit zugeschüttet. Man kommt mit der Archivierung kaum nach. - Und das ist nicht nur aus Eigeninteresse wichtig! Unser geplantes Forschungsprojekt über “Rituale in Second Life” will ebenfalls vorbereitet werden!
Einige Autoren versteigen sich bei der Berichterstattung gar in (quasi-)religiöse Metaphern-Dschungel. So geschehen in einem Artikel in der Süddeutschen Zeitung vom 04. Februar über “Markenbildung bei Second Life” von Jürgen Schmieder.
Hier ein kleiner Auszug:
Um den Aufstieg von Person zur Marke geht es bei der Existenz im Internet. “Second Life” bedeutet die virtuelle Wiedergeburt. Der Ausspruch ,,Bleib’ wie Du bist!‘‘ hat im digitalen Zeitalter ausgedient. Im Metaversum gibt es ein neues Motto: ,,Sei einfach, was Du sein willst!‘‘ Wenn Religion des Volkes Opium ist, dann ist Second Life sein LSD.
Nee, was hübsch!
Ich nehm´ dann nochmal ne Runde LSD … (Die Arbeit ruft!) Opium wirkt bei mir einfach nciht!
Mittwoch, 31. Januar 2007
Die Zeit widmet ab Anfang Februar “den Weltreligionen” eine 7-teiligen Serie.
Unter dem Titel „Was soll ich glauben?“ geht DIE ZEIT dem Phänomen der großen Weltreligionen nach. In Interviews, Hintergrundberichten und Analysen beschäftigen sich ZEIT-Autoren ausführlich mit der Faszination des Glaubens, der wachsenden Bedeutung von Religionen und dem Wiedererwachen religiöser Symbolik - ohne dabei jedoch die Schattenseiten zu ignorieren.
Ah ja …
Zwar ist der Terminus “Weltreligionen” bekanntermaßen problematisch (und dessen Benutzung lässt Schlimmes ahnen), aber lohnenswert ist die Lektüre der angekündigten Themenschwerpunkte sicherlich trotzdem. (Und sei es als abschreckendes Beispiel!)
Hier die Themen im Überblick:
8. Februar - Christentum
15. Februar - Judentum
22. Februar - Buddhismus
1. März - Konfuzianismus
8. März - Hinduismus
15. März - Islam
22. März - Atheismus
Mal gespannt, wieviele Religionswissenschaftler zu Wort kommen …
Mittwoch, 24. Januar 2007
Nachricht im Weblog der “Church of the Flying Spaghetti Monster”: Die Packung der US-amerikanischen Version saurer Spaghetthi zeigt eindeutig das Spaghetti-Monster!(?)
Ist die Firma etwa eine heimliche Keimzelle der “Pastafarians”? Oder soll das Bild eine subtile Kritik sein …?!
Is the company using the FSM as sort of a celebrity spokesman for their product, or is it a subtle anti-pastafarian message? What I mean is, how many products do you see with an illustration of Jesus being impaled by a fork?
Fragen über Fragen …! :)