Montag, 16. Oktober 2006

"Getting to God: Technology, Religion and the New Enlightenment"

Das E-Journal des Institute for the Future in Palo Alto, Kalifornien berichtet in seiner August-Ausgabe 2004 unter obigem Titel vom Forschungsprojekt der Ethnologin Genevieve Bell über die Frage, wie kulturelle Praxis im urbanen Asien die Haltung der Menschen gegenüber moderner Technologie beeinflusst. Besonders konzentriert sie sich dabei offenbar auf moderne Telekommunikationstechnologie und Religion.

Hier einige Auszüge aus dem Artikel (der stellenweise nicht sooo innovativ und nicht immer richtig ist, jaja …)

You can get paper versions of cell phones, computers, CDs to burn, thus equipping your ancestors for their afterlife. “These are a really nice index of what’s important to the Chinese diaspora.” Last year space shuttles were big, thanks to China’s putting a person in space. Now, you burn cell phones and prepaid cards every year to keep your ancestors’ accounts up to date.

Clearly, there are some interesting things happening at the intersection of communications technologies and religion. (…) Mobile phones for Muslims are a great example of a new technology designed to support traditional religious practices. You see this in the quiblah software, but also in phone envelopes designed to echo minarets. In the Christian West, the Papal SMS service, Lent SMS messages, religious ringtones (hymns), the Bible in SMS format (”4 God so luvd da world”).

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Samstag, 7. Oktober 2006

"Naturwissenschaft und Technik (sind) zur modernen Religion geworden."

“Der Computer ist quasi der konkrete Ausdruck dieses Glaubens.” Sagte der große Informatiker und Medienkritiker Joseph Weizenbaum (“ELIZA”) vor einiger Zeit in Hamburg.

Der gesamte Artikel aus dem Hamburger Abendblatt findet sich hier: “Im Internet ist 90 Prozent Schrott”.

Kommentieren? » Abgelegt unter Presse, Individualreligiosität? von omsein um 10:37.

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Donnerstag, 5. Oktober 2006

Religiöse Toleranz?

OK. Es ist völlig aus dem Zusammenhang gerissen. Trotzdem ist der Absatz zur Frage von Toleranz und Religion (”Das Interesse an spirituellen Büchern nimmt zu, der Markt boomt. Zugleich behaupten soziologische Studien: Religiöse Menschen sind aggressiver als Atheisten”) so “nett”, er *schreit* einfach danach, zitiert zu werden …

Es zeigte sich, dass religiöse Menschen menschenfeindlicher und intoleranter als die Gesamtbevölkerung sind. Atheisten, jene die weder einer Kirche angehören noch sich selbst als gläubig schildern, sind am weltoffensten. Sandro Cattacin, der Leiter der Studie, sagte zu dem Ergebnis: «Man müsste direkt überlegen, wie man diese Leute besser nutzen könnte, sie wären ideale Vermittler zwischen verschiedenartigen Menschen.» Eine der Hauptaussagen der Studie sei, dass religiöse Menschen sich eher um sich selber kümmerten, Atheisten um andere.

Jo. Nieder mit der Religion?! Oder was? Weiterlesen?


Dienstag, 3. Oktober 2006

(Oh!) My! God!

… Und weil heute Feiertag ist, etwas Schöööööööönes zur Entspannung.

Lyrics:
(Dumdum!) My God, My Lord
(Dumdum!) My God, My Lord
(Dumdum!) My God …

Do you know who is the One, who gave us life,
Do you know who lit the sun so bright,
Do you know who made life sustainable …

Cause without the sun, there would be no life
And the plants could not grow up so high
From the water that comes down from the sky …

(Oh!) My! God!

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Sonntag, 24. September 2006

Die neue Friedhofskultur(?)

Dass dem Fussball mitunter (nahezu) religiöser Status zukommt, ist kein neues Phänomen. Und so sollte es eigentlich nicht verwundern, dass nach Tamagotchi-Friedhöfen und Friedhöfen für Kuscheltiere nun auch der ultimative Fussball-Fanfriedhof auf den Markt kommt. (Eine Meldung ist es jedoch trotzdem wert! ;))

Das ZDF heute Magazin berichtet unter der Überschrift “Grab an Grab mit Diego Maradona”, dass der argentinische Fussballclub Boca Juniors den ersten Fan-Friedhof der Welt eröffnet hat. “Hier sollen Boca-Anhänger gleich neben ihren Idolen liegen.” Weiterlesen?

Kommentieren? » Abgelegt unter Presse, Populärkultur, Individualreligiosität? von omsein um 12:10.

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Samstag, 23. September 2006

Maria auf der Schildkröte

… und wieder eine Marien-Erscheinung! Diesmal auf dem Bauchpanzer einer … Schildkröte! Die 81-jährige Besitzerin des Tieres, sowie deren Tochter seien felsenfest davon überzeugt, dass der helle Fleck eindeutig die Gottesmutter zeigt, so die paranews.net. Die lokale Erzdiozöse hält diese Art von Erscheinungen offenbar für gut, solange sie die Leute dazu bringen über Gott nachzudenken und zu beten.”

Maria hin, Maria her - die Schildkröte dürfte jedenfalls ein angenehmes Leben haben. Und das ist doch wenigstens etwas.


Freitag, 22. September 2006

"Happy Believers" in Halle

7. Werkleitz Biennale “Happy Believers”
6.-10. September 2006, Volkspark Halle (Saale)

Das internationale Medienkunstfestival fragte in seiner 7. Auflage “Happy Believers” nach der Rolle des Glaubens und der Religiosität in der heutigen Gesellschaft. Unter Anwesenheit der meisten ausstellenden Künstler werden zahlreiche Positionen zeitgenössischer Kunst und Kultur präsentiert, darunter eine Ausstellung, tägliches Film- und Videoprogramm, Performances, DJ-Auftritte und Symposien.

Die verschiedenen Aspekte, unter denen das Thema Glauben und Religiosität in den unterschiedlichen künstlerischen Positionen untersucht werden, sind:

  • Der private Glauben – Transformation der Religion
  • Die mediale Vergötterung – Auratisierung und Sakralisierung
  • Kapitalismus als Religion – Ritualisierung und Ökonomisierung
  • Glaube als Strategie – Politik und Religion

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Mittwoch, 23. August 2006

Erstes interreligiöses Kloster eröffnet!

In Berlin Spandau gibt es das erste interreligiöse Kloste Deutschlands, vermeldet die Märkische Allgemeine. Das “Kloster Meister Eckhard”, zu dem ein Cafe und ein Bioladen gehört, wird von zwei “Mönchen” betrieben.

Bruder Frank war schon bei den Schweigemönchen der Trapisten. Heute strebt er auf dem spirituellen Zen-Pfad Erleuchtung durch Singen von Mantren an. Bruder Johannes war früher altkatholischer Priester, jetzt folgt er dem Weg des Karma-Yoga, durch Tätigkeit zum Gotterleben.

Die Interreligiosität soll gewährleisten, dass auch nicht-christlichen Religionen “auf gleicher Augenhöhe begegnet” wird. Auch deren religiöse Praxis wird adaptiert. “Sie lesen buddhistische, hinduistische sowie jüdische Texte und meditieren im Kapellendojo, einem fast leeren Zimmer, in dessen Mitte eine Kerze steht.” Weiterlesen?


Samstag, 5. August 2006

Kaufen Sie Ihren persönlichen Gott!

Aus dem Angebot der Firma Heavenly Inc.:

Kaufen auch Sie Ihren persönlichen Gott! Vergessen Sie die offiziöse Kirche und ihr verstaubtes Sortiment (ehrlich gesagt, Leute, haben Sie euch die Ware sowieso nur dank ihrer riesigen, raffinierten PR-Kampagnen angedreht)!

Unsere Götter sind billiger, leistungsstärker und ihren individuellen Bedürfnissen angepasst!

Na, das ist doch ein tolles (wenn auch nicht ernst gemeintes) Angebot zum Thema “Individualreligiosität”!


Freitag, 4. August 2006

Mein zweites Leben

Ich habe ein zweites Leben. Und dabei bin ich gar nicht bipolar.

Mein alter ego heißt Hana Undertone und existiert nur in einer virtuelle Realität. Mein zweites Leben findet nämlich nur im Cyberspace statt. Erstaunlich viele Menschen tummeln sich dort (Huhu Aliya und Ceila!!!) und tun (fast) alles das, was sie IRL auch tun. Und genau das ist das Besondere — “Second Life” ist mehr als nur ein 3D MMOG.

Diese Erkenntnis setzt sich langsam auch in weiteren Teilen der eher im “Meatspace” verhafteten Gesellschaft durch, wie ein Artikel der Welt Online vom 26. Juli zeigt. Umso erstaunlicher, dass der Fokus der Betrachtung fast ausschließlich auf wirtschaftlichen und sozialen Belangen liegt. (Die sicherlich eine große Rolle spielen.) Aber das ist ganz eindeutig nicht alles, was das (zweite) Leben der mehr als 350.00 Bewohner ausmacht. “Second Life” ist mehr als ein volkswirtschaftliches Planspiel! Weiterlesen?



Nachspann und anderes Blabla

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