Montag, 16. April 2007
Heute ist es soweit: “Unser” (aller?) Papst “Benedetto” alias Benedikt XIV feiert seinen 80. Geburtstag. Nicht nur die gesamte bayrische Polit-Prominenz reist (samt Festbier) in Rom an, um dem Pontifex zu gratulieren. Auch jede Menge Pilger versammeln sich auf dem Petersplatz.
Der Bayerische Städtetag schenkt ja, wie man in der Süddeutschen vom 04.04. liest, eine vier Meter hohe Bronzeplastik mit den “wichtigsten Stationen im Leben des Papstes”. Das Monument soll jedoch erst im Sommer aufgestellt werden. Ob die Verzögerung damit zusammenhängt, dass die Finanzierung des 100.000 Euro teuren Geschenk nicht gesichert zu sein scheint …? Weiterlesen?
Sonntag, 15. April 2007
Stellt euch vor: Das Licht geht aus … Der letzte Vorhang fällt … [Setze hier die “Sterbe”-Metapher deiner Wahl] … Und du gehst ins Licht (oder so). Nur, um dann festzustellen, dass du in einer Menschenmasse vor einer Bühne feststeckst, wie pubertierende Teenies auf einem Tokio Hotel Konzert. Und dann geht der Vorhang auf … Ein Ansager (Typ Staubsauger-Vertreter) tritt vor´s Mikrofon und sagt:
I´m the hell director … and for those of you who are a little confused: You are dead and this is hell. So abandon all hope and yadda, yadda, yadda …
NICHT DIE MORMONEN!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Na dann: Schönen Sonntag noch!
Danke für den Tipp, Stesch!
Sonntag, 8. April 2007
Es geht um die Frage: Grabräuberei oder Auferstehung?
(Der recht nette Cartoon stammt übrigens von der doch meist eher biederen Website “The Back Pew”.)
Ganz abwegig ist die CSI-Geschichte ja nicht … Konnte man am Karfreitag wieder mal im Fernsehen sehen. Da lief nämlich im Vorabendprogramm auf Pro7 James Camerons Pseudo-Doku “Das Jesus-Grab”. Hat das zufällig jemand gesehen? Weiterlesen?
Freitag, 6. April 2007
Passend zum Karfreitag: In den USA sorgt eine lebensgroße Christus-Figur aus (Achtung!) Schokolade in Kreuzigungs-Pose für einen Eklat unter Christen: Insbesondere die “Katholische Liga” fühle sich - so Spiegel Online vom 30. März - von der golgathanischen Schoko-Figur angegriffen. Der Vorsitzender Bill Donnahue spricht von “einer der schlimmsten Verletzungen christlicher Gefühle, die es je gegeben hat”.
Er kritisierte vor allem, dass “My Sweet Lord”, wie die Schokoladenfigur genannt wird, ausgerechnet in der Karwoche und über Ostern in der Galerie des Hotels (gemeint ist das Roger Smith Hotel in New York, d. Bl.) gezeigt werde. “Die Tatsache, dass genau die Karwoche gewählt wurde, zeigt, dass das kalkuliert und absichtlich ist”, sagte Donohue, dessen Gruppe 350.000 Katholiken in den USA repräsentiert. Er rief zu einem wirtschaftlichen Boykott des Hotels auf. Moralisch sei das Hotel schon ruiniert.
Zwar wiegelte das Hotel die Kritik ab, sprach vom Zeitpunkt der Ausstellung kurz vor Ostern von einem “unglücklichen Zufall” und verglich die heftige Reaktion der Gläubigen mit einer “christlichen Fatwa” (so Spiegel Online), dennoch wurde (so die Website des Post Chronicle, ebenfalls vom 30.3.) das Exponat aus Rücksicht auf die religiösen Gefühle der protestierenden Christen nun wieder abgenommen. Weiterlesen?
Samstag, 31. März 2007
Wir alle kennen YouTube - die derzeit größte “video sharing”-Plattform, gegründet im Februar 2005 und seit Oktober 2006 fest in Google-Hand. Und so einflussreich, dass sogar renommierte Medienkunst-Journale wie bittekunst.de (“Journal für Netzkunst, Videokunst und Kreatives”) über dessen ästhetischen Einfluss schreiben.
Aber einen kleinen Schönheitsfehler hat die populäre Filmchen-Börse (jedenfalls für [konservative] Christen: Sie ist *heidnisch*. Genau wie Wikipedia (wie bereits am 6. März in Kampf der Lexika(?) thematisiert). Und ebenso wie bei der Online-Enzyklopädie gibt es auch hier eine christliche Alternative. Sie heisst GodTube (“Broadcast Him”). Hier geht es nur um das Eine: die Verbreitung des Wort Gottes. Weiterlesen?
Donnerstag, 15. März 2007
Was haben konservative US-amerikanische Christen mit der Klimaerwärmung am Hut? Nichts. Genau. Nach einem Telepolis-Artikel vom 06. März sehen sie in der derzeitigen Klima-Diskussion nur “eine linke Ablenkung von den wichtigen Themen”. Trotzdem ist da in letzter Zeit so einiges in Bewegung geraten weiß Florian Rötzer in seinem Artikel “Gott und die Klimaerwärmung”:
Fundamentalistische Christen in den USA zeichnen sich auch dadurch aus, dass für sie Klimaerwärmung keine wirkliche Bedrohung darstellt. Gott hat die Welt und das Leben in ihr bis hin zum Menschen mehr oder weniger vollendet geschaffen, weswegen größere evolutionäre Veränderungen oder katastrophale Zufälle im Plan der göttlichen Vorhersehung keine Rolle spielen. Es wäre schon ein Frevel aus dieser Sicht, wenn man es für möglich hält, dass Gott die für den Menschen geschaffene Welt durch deren eigene Aktivitäten über eine Klimaerwärmung gefährden lassen könnte. Also haben in der gegenwärtigen Aufregung nach dem UN-Klimabericht mehrere konservative christliche Gruppen einen Brief an ihre Kollegen von der National Association of Evangelicals (NAE) geschickt, um diese aufzufordern, nicht mehr über die Klimaerwärmung die eigentlich wichtigen christlichen Themen zu verdrängen.
Es ist ja allgemein bekannt: Das Kyoto-Protokoll spielt in den USA nicht wirklich eine Rolle. Der Präsident selbst hat gewisse Berührungspunkte :) mit dem erwähnten christlich-konservativen Kreisen und ein Viertel aller Treibhausgase wird jenseits des großen Teichs produziert (wie die Business Week kürzlich veröffentlichte).
ABER: Seit kurzem gibt es die Evangelical Climate Initiative (so Telepolis), die die Klimaprobleme als Menschenwerk ernst nimmt und zum Handeln aufruft. Weiterlesen?
Dienstag, 6. März 2007
Telepolis berichtet in einem Artikel vom 02. März von Conservapedia, einer “christlich-konservativen Alternative zu Wikipedia”.
Hierbei handelt es sich um einen weiteren, thematisch jedoch klar fokusssierten (“educational, clean and concise”) Klon des Nachschlagewerks Wikipedia, das ja bekanntermaßen trotz aller Kritik enorm erfolgreich ist. Offenbar finden konservative US-amerikanische Christen die allgemeine Wikipedia-Version zu liberal, zu linkslastig, vor allem aber antichristlich und antiamerikanisch, so Telepolis. Dies führte im November 2006 zur Gründung einer eigenen christlich-konservativem Version durch den Juristen Andy Schlafly, der unter anderem auch die Eagle Forum “University” leitet.
Wie unterscheidet sich Conservapedia nun jedoch von seinem kritisierten allzu “liberalen” Konterpart? Weiterlesen?
Donnerstag, 1. März 2007
Die Diskussion ist nicht ganz neu (derArtikel zugegebenermaßen auch nicht, nämlich aus dem Spiegel Online vom 16.02.) und es geht um das “Wort zum Sonntag”: “Jedem sein eigenens Wort!” Das Essay von Henryk M. Broder ist eines der besten Stücke Realsatire, die ich seit langem gelesen habe!
Wir erinnern uns: Seit rund 50 Jahren ist das “Wort zum Sonntag” beim werbefreien Sender ARD als spätabendliche Fernsehpause genutzt. Man geht zur Toilette, holt noch ein Bier, macht noch eine Flasche Sekt auf, kocht sich einen Kaffee, … Weiterlesen?
Mittwoch, 21. Februar 2007
Halleluja! Der “Narhallamarsch” ist verklungen und für die Christen unter uns beginnt heute die Fastenzeit. Was sagt Kathpedia zum Thema?
Am Aschermittwoch bekommen die Gläubigen traditionell im Rahmen einer Heiligen Messen das Aschenkreuz. Die Asche ist das Symbol für die Vergänglichkeit. Streng genommen sollte die Asche für das Aschenkreuz aus dem Holz der im im Vorjahr am Palmsonntag verwendeten Palmzweige sein. Während der Auflegung des Aschenkreuzes sagt der Priester: “Bedenke, Mensch, dass Du Staub bist und wieder zum Staub zurückkehrst.”
Aha. Weiterlesen?
Freitag, 16. Februar 2007
In unserer heutigen hektischen Gesellschaft fassen wir gerne Dinge zusammen. “Zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen” - sagten sich auch einige britische Christen(?) und gründeten bereits in den 1970er Jahren “Christians in Sport”:
Christians in Sport is a missionary organisation with a vision to see Christians in every sports club, representing Christ and building the Church.
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