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	<title>Kommentare zu: Bloggende Religionswissenschaftler. Eine (noch?) seltene Spezies.</title>
	<link>http://www.tuxbrink.de/om-sein/2008/04/26/bloggende-religionswissenschaftler-eine-noch-seltene-spezies/</link>
	<description>(K)Ein Blog über "Gott" und die "Welt".</description>
	<pubDate>Fri, 30 Jul 2010 01:58:16 +0000</pubDate>
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	<item>
		<title>Von: kp</title>
		<link>http://www.tuxbrink.de/om-sein/2008/04/26/bloggende-religionswissenschaftler-eine-noch-seltene-spezies/#comment-15318</link>
		<author>kp</author>
		<pubDate>Sun, 27 Apr 2008 05:00:39 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.tuxbrink.de/om-sein/2008/04/26/bloggende-religionswissenschaftler-eine-noch-seltene-spezies/#comment-15318</guid>
					<description>Vielen Dank f&#252;r den Beitrag. Die Frage, warum es nicht mehr (religions)wissenschaftliche Blogs gibt treibt mich ja auch st&#228;ndig um. 

Schaut man sich klassische Publikationsformen an, so f&#228;llt das Medium "Blog" aus meiner Sicht doch ziemlich heraus und kann imo als neue Textsorte betrachtet werden. 

Was das Medium "Blog" aus meiner Sicht in jedem Fall f&#252;r die Religionswissenschaft leisten kann ist: Aufzeigen der Vielfalt des Faches und als Mittel der &#214;ffentlichkeitsarbeit. Derzeit halte ich sogar das Medium "Blog" f&#252;r eines der besten technischen Medien, f&#252;r diesen Zweck (mal abgesehen von den zahlreichen M&#246;glichkeiten kostenlose Pressemitteilungen zu lancieren, die dann u.a. bei google news gelistet werden).

Da sind wir nat&#252;rlich noch lange nicht beim wissenschaftlichen Arbeiten, sondern vielmehr auf einer rein technischen Ebene. Es ist schlicht die Technologie, die das m&#246;glich mach(t)en kann und die Tatsache, dass z.B. google Blogs "gerne mag". Recherchiert man z.B. nach dem Stichwort "Religionswissenschaftler" (nat&#252;rlich kann man sich noch fragen, ob das ein relevantes Stichwort ist) erh&#228;lt man spannende Suchergebnisse . Spannend weniger hinsichtlich inhaltlicher Relevanz oder Irrelevanz der Ergebnisse, sondern darauf welcher "Seitentyp" google auff&#252;hrt. Unter den ersten 5 Treffern dieses Stichwortes sind n&#228;mlich zwei Blogs. Der erste Treffer ist nat&#252;rlich die Wikipedia - eine google Standardlistung, denn wenn es einen Artikel in der Wikipedia gibt, so kommt dieser immer zuerst.

Nat&#252;rlich ist dies alles noch lange keine (Religions)Wissenschaft. Religionswissenschaftlich wird man sich gerade hinsichtlich des Blogs mit typischen Fragen auseinandersetzen m&#252;ssen: D&#252;rfen Religionswissenschaftler Positionen beziehen? Bedeutet gerade Bloggen eine Aufgabe der Neutralit&#228;t? Was antwortet man, wenn in einem Kommentar die Frage gestellt wird, welche pers&#246;nliche Meinung man zu einem Thema hat? Wie schaut es bei "hei&#223;en" Themen, wie Kreationismus oder Islamfeindlichkeit? Beteiligt man sich als Religionswissenschaftler(in) besser nicht, schreibt man etwas dazu und macht evtl. besser direkt den Kommentarbereich zu, bevor man sich mit "Betriebsausfl&#252;gern" gewisser anderer Blogs auseinandersetzt? Bleibt man generell besser im rein Deskriptiven und wieso  auch nicht? Hier sind sicher noch spannende - und wie ich meine lohnende - Diskussionen zu f&#252;hren.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Vielen Dank f&#252;r den Beitrag. Die Frage, warum es nicht mehr (religions)wissenschaftliche Blogs gibt treibt mich ja auch st&#228;ndig um. </p>
<p>Schaut man sich klassische Publikationsformen an, so f&#228;llt das Medium &#8220;Blog&#8221; aus meiner Sicht doch ziemlich heraus und kann imo als neue Textsorte betrachtet werden. </p>
<p>Was das Medium &#8220;Blog&#8221; aus meiner Sicht in jedem Fall f&#252;r die Religionswissenschaft leisten kann ist: Aufzeigen der Vielfalt des Faches und als Mittel der &#214;ffentlichkeitsarbeit. Derzeit halte ich sogar das Medium &#8220;Blog&#8221; f&#252;r eines der besten technischen Medien, f&#252;r diesen Zweck (mal abgesehen von den zahlreichen M&#246;glichkeiten kostenlose Pressemitteilungen zu lancieren, die dann u.a. bei google news gelistet werden).</p>
<p>Da sind wir nat&#252;rlich noch lange nicht beim wissenschaftlichen Arbeiten, sondern vielmehr auf einer rein technischen Ebene. Es ist schlicht die Technologie, die das m&#246;glich mach(t)en kann und die Tatsache, dass z.B. google Blogs &#8220;gerne mag&#8221;. Recherchiert man z.B. nach dem Stichwort &#8220;Religionswissenschaftler&#8221; (nat&#252;rlich kann man sich noch fragen, ob das ein relevantes Stichwort ist) erh&#228;lt man spannende Suchergebnisse . Spannend weniger hinsichtlich inhaltlicher Relevanz oder Irrelevanz der Ergebnisse, sondern darauf welcher &#8220;Seitentyp&#8221; google auff&#252;hrt. Unter den ersten 5 Treffern dieses Stichwortes sind n&#228;mlich zwei Blogs. Der erste Treffer ist nat&#252;rlich die Wikipedia - eine google Standardlistung, denn wenn es einen Artikel in der Wikipedia gibt, so kommt dieser immer zuerst.</p>
<p>Nat&#252;rlich ist dies alles noch lange keine (Religions)Wissenschaft. Religionswissenschaftlich wird man sich gerade hinsichtlich des Blogs mit typischen Fragen auseinandersetzen m&#252;ssen: D&#252;rfen Religionswissenschaftler Positionen beziehen? Bedeutet gerade Bloggen eine Aufgabe der Neutralit&#228;t? Was antwortet man, wenn in einem Kommentar die Frage gestellt wird, welche pers&#246;nliche Meinung man zu einem Thema hat? Wie schaut es bei &#8220;hei&#223;en&#8221; Themen, wie Kreationismus oder Islamfeindlichkeit? Beteiligt man sich als Religionswissenschaftler(in) besser nicht, schreibt man etwas dazu und macht evtl. besser direkt den Kommentarbereich zu, bevor man sich mit &#8220;Betriebsausfl&#252;gern&#8221; gewisser anderer Blogs auseinandersetzt? Bleibt man generell besser im rein Deskriptiven und wieso  auch nicht? Hier sind sicher noch spannende - und wie ich meine lohnende - Diskussionen zu f&#252;hren.</p>
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				</item>
	<item>
		<title>Von: omsein</title>
		<link>http://www.tuxbrink.de/om-sein/2008/04/26/bloggende-religionswissenschaftler-eine-noch-seltene-spezies/#comment-15320</link>
		<author>omsein</author>
		<pubDate>Sun, 27 Apr 2008 09:12:55 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.tuxbrink.de/om-sein/2008/04/26/bloggende-religionswissenschaftler-eine-noch-seltene-spezies/#comment-15320</guid>
					<description>Du hast da ein paar sehr interessante Punkte aufgezeigt. 

Weblogs bzw. deren Gebrauch sind IMHO tats&#228;chlich eine Novit&#228;t, die f&#252;r die Wissenschaft allgemein Chance und "Gefahr" zugleich sein k&#246;nnen.

Die "(Markt-)Macht" von Blogs hast du ja mit den von dir genannten Beispielen eindrucksvoll illustriert. Ich denke au&#223;erdem, die technische ist hier von der Inhaltsebene nicht zu trennen. 

Religionswissenschaftlich interessant sind Blogs meiner Ansicht nach auf dreierlei Weise: Zum einen als religionswissenschaftliche bzw. religionsgeschichtliche Quelle, zum anderen - im Sinne einer "virtuellen Ethnographie" (angelehnt an die Ideen Christine Hines) - als Instrument der Feldforschung und zum dritten als Medium der Wissenschaftskommunikation. (Genau zu diesem drei Punkten ist gerade ein Blogbeitrag in Arbeit.)

Nimmt man Blogs z.B. als religionswissenschaftliche Quelle, stellt man fest, dass sich auf Blogs (und auch anderen Anwendungen im Bereich "Social Software") neue Kommunikations- und Vernetzungsstrukturen bilden, die sich eben *nicht nur* formal niederschlagen. Hier muss dann wohl ein Schulterschluss mit neuen Studien der Medien- und Kommunikationswissenschaften erfolgen, um diese &#196;nderungen ad&#228;quat analysieren zu k&#246;nnen. Zum mindesten mir fehlt da schlicht das Instrumentarium bzw. das Methodenspektrum.

Blogs als wissenschaftliches Instrument  und "Sprachrohr" ist nat&#252;rlich nochmal ein anderes Problem, wobei meiner Ansicht nach auch hier die oben erw&#228;hnte Verkn&#252;pfung von Form und Inhalt gilt. Durch Blogs kommuniziert man einfach anders!

Was mich in diesem Zusammenhang besonders interessiert, ist die Frage, wie Blogs in der Wissenschaftskommunikation etabliert werden k&#246;nnen (bzw. die Frage, ob sie das tats&#228;chlich soll(t)en). 

Ich stimme da Leuten wie z.B. Marc Scheloske von der &lt;a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/14/demokratisierung-der-wissenschaftskommunikation-durch-wissenschaftliche-blogs-wege-in-eine-wissenschaftsmuendige-gesellschaft/" rel="nofollow"&gt;"Wissenswerkstatt"&lt;/a&gt; nicht so wirklich zu, die propagieren, dass Blogs die Verst&#228;ndnisbarrieren zwischen Wissenschaft und &#214;ffentlichkeit durchbrechen und den Weg in eine "wissenschaftsm&#252;ndige Gesellschaft" ebnen k&#246;nnten. Das ist mir ein bisschen *zu* idealistisch gedacht.

Aber dass Wissenschafts- oder Wissenschaftlerblogs eine Art "Fenster" in die Forschungslandschaft bieten k&#246;nnen: Das ist eine gute Sache. Die allerdings - neben den von dir thematisierten Problemen der inhaltichen Positionierung noch weitere, oft ganz praktische Schwierigkeiten aufwirft. 

Ist ein gut recherchierter (religions-)wissenschaftlicher Blogbeitrag z.B. ein &#196;quivalent zu einem Aufsatz in einer Print- oder Online-Zeitschrift? Kann ich diese Beitr&#228;ge in meine Publikationsliste aufnehmen? Oder verschweige ich besser komplett, dass ich blogge?

Wie handhaben andere wissenschaftliche Blogger diese Fragen und Probleme? Diese und auch die anderen, oben aufgeworfenen Fragen zur Rolle von Blogs in den Kulturwissenschaften (was nat&#252;rlich die Religionswissenschaft einschlie&#223;t) geh&#246;rt zu den Fragen, die ich gerne weiter diskutieren w&#252;rde. </description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Du hast da ein paar sehr interessante Punkte aufgezeigt. </p>
<p>Weblogs bzw. deren Gebrauch sind IMHO tats&#228;chlich eine Novit&#228;t, die f&#252;r die Wissenschaft allgemein Chance und &#8220;Gefahr&#8221; zugleich sein k&#246;nnen.</p>
<p>Die &#8220;(Markt-)Macht&#8221; von Blogs hast du ja mit den von dir genannten Beispielen eindrucksvoll illustriert. Ich denke au&#223;erdem, die technische ist hier von der Inhaltsebene nicht zu trennen. </p>
<p>Religionswissenschaftlich interessant sind Blogs meiner Ansicht nach auf dreierlei Weise: Zum einen als religionswissenschaftliche bzw. religionsgeschichtliche Quelle, zum anderen - im Sinne einer &#8220;virtuellen Ethnographie&#8221; (angelehnt an die Ideen Christine Hines) - als Instrument der Feldforschung und zum dritten als Medium der Wissenschaftskommunikation. (Genau zu diesem drei Punkten ist gerade ein Blogbeitrag in Arbeit.)</p>
<p>Nimmt man Blogs z.B. als religionswissenschaftliche Quelle, stellt man fest, dass sich auf Blogs (und auch anderen Anwendungen im Bereich &#8220;Social Software&#8221;) neue Kommunikations- und Vernetzungsstrukturen bilden, die sich eben *nicht nur* formal niederschlagen. Hier muss dann wohl ein Schulterschluss mit neuen Studien der Medien- und Kommunikationswissenschaften erfolgen, um diese &#196;nderungen ad&#228;quat analysieren zu k&#246;nnen. Zum mindesten mir fehlt da schlicht das Instrumentarium bzw. das Methodenspektrum.</p>
<p>Blogs als wissenschaftliches Instrument  und &#8220;Sprachrohr&#8221; ist nat&#252;rlich nochmal ein anderes Problem, wobei meiner Ansicht nach auch hier die oben erw&#228;hnte Verkn&#252;pfung von Form und Inhalt gilt. Durch Blogs kommuniziert man einfach anders!</p>
<p>Was mich in diesem Zusammenhang besonders interessiert, ist die Frage, wie Blogs in der Wissenschaftskommunikation etabliert werden k&#246;nnen (bzw. die Frage, ob sie das tats&#228;chlich soll(t)en). </p>
<p>Ich stimme da Leuten wie z.B. Marc Scheloske von der <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/14/demokratisierung-der-wissenschaftskommunikation-durch-wissenschaftliche-blogs-wege-in-eine-wissenschaftsmuendige-gesellschaft/" rel="nofollow">&#8220;Wissenswerkstatt&#8221;</a> nicht so wirklich zu, die propagieren, dass Blogs die Verst&#228;ndnisbarrieren zwischen Wissenschaft und &#214;ffentlichkeit durchbrechen und den Weg in eine &#8220;wissenschaftsm&#252;ndige Gesellschaft&#8221; ebnen k&#246;nnten. Das ist mir ein bisschen *zu* idealistisch gedacht.</p>
<p>Aber dass Wissenschafts- oder Wissenschaftlerblogs eine Art &#8220;Fenster&#8221; in die Forschungslandschaft bieten k&#246;nnen: Das ist eine gute Sache. Die allerdings - neben den von dir thematisierten Problemen der inhaltichen Positionierung noch weitere, oft ganz praktische Schwierigkeiten aufwirft. </p>
<p>Ist ein gut recherchierter (religions-)wissenschaftlicher Blogbeitrag z.B. ein &#196;quivalent zu einem Aufsatz in einer Print- oder Online-Zeitschrift? Kann ich diese Beitr&#228;ge in meine Publikationsliste aufnehmen? Oder verschweige ich besser komplett, dass ich blogge?</p>
<p>Wie handhaben andere wissenschaftliche Blogger diese Fragen und Probleme? Diese und auch die anderen, oben aufgeworfenen Fragen zur Rolle von Blogs in den Kulturwissenschaften (was nat&#252;rlich die Religionswissenschaft einschlie&#223;t) geh&#246;rt zu den Fragen, die ich gerne weiter diskutieren w&#252;rde.</p>
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				</item>
	<item>
		<title>Von: kp</title>
		<link>http://www.tuxbrink.de/om-sein/2008/04/26/bloggende-religionswissenschaftler-eine-noch-seltene-spezies/#comment-15333</link>
		<author>kp</author>
		<pubDate>Sun, 27 Apr 2008 11:32:09 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.tuxbrink.de/om-sein/2008/04/26/bloggende-religionswissenschaftler-eine-noch-seltene-spezies/#comment-15333</guid>
					<description>&lt;blockquote&gt;Ist ein gut recherchierter (religions-)wissenschaftlicher Blogbeitrag z.B. ein &#196;quivalent zu einem Aufsatz in einer Print- oder Online-Zeitschrift?&lt;/blockquote&gt;

Hier stellt sich sicher erstmal die Frage, was einen wissenschaftlichen Beitrag ausmacht? Jetzt mal abgesehen von formalen Kriterien, wie Angabe der Quelle, Zitieren, Neutralit&#228;t usw. Woran mache ich das fest? Wie sieht es aus mit der L&#228;nge eines Blogbeitrags? Kann er - und vor allem sollte er &#252;berhaupt so lang wie ein Artikel sein, den man z.B. in einer Fachzeitschrift ver&#246;ffentlicht? Hinkt ein Blogpost einem wissenschaftlichen Anspruch hinterher und das vielleicht sogar zwingend? 

&lt;blockquote&gt;Kann ich diese Beitr&#228;ge in meine Publikationsliste aufnehmen? Oder verschweige ich besser komplett, dass ich blogge?&lt;/blockquote&gt;

Dies wird sicher von so etwas wie "wissenschaftlicher Stimmung" generell gegen&#252;ber nicht-institutionellen Ver&#246;ffentlichungen im Web abh&#228;ngig sein und wie sich diese zuk&#252;nftig entwickeln wird. Mir scheint (da kann ich mich aber nat&#252;rlich irren, bin ja nicht universit&#228;r t&#228;tig), dass man generell - damit meine ich nicht speziell die Religionswissenschaft - geneigter ist Artikel als wissenschaftlich anzusehen, die auf "echten" Webseiten ver&#246;ffentlicht werden als Artikel, die auf Blogs ver&#246;ffentlicht werden. Ist das &#252;berhaupt so? Wie siehst du das?

Gesetzt dem Fall es ist so, dann kann man sich nat&#252;rlich fragen, worin der gro&#223;e Unterschied besteht? 

Beide "Textsorten" k&#246;nnen beliebig lang sein, auch wenn sie es nicht sein sollten - das ist aber ein anderes Thema. Oder vielleicht doch nicht?

Besteht der Unterschied in der Kommentierbarkeit durch andere - im direkten Dialog mit Lesern? Ist Wissenschaftlichkeit dann gegeben, wenn nur ein Fachpublikum etwas lesen kann oder mindestens eine Institution im Hintergrund steht? Ist es die Bezeichnung "Blog" und das damit verbundene Schmuddelimage der Blogosph&#228;re, das diese ja durchaus nicht so ganz zu Unrecht hat?!  Mehr Fragen als Antworten und ich bin mir sicher, dass man noch mehr Fragen stellen kann.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Ist ein gut recherchierter (religions-)wissenschaftlicher Blogbeitrag z.B. ein &#196;quivalent zu einem Aufsatz in einer Print- oder Online-Zeitschrift?</p></blockquote>
<p>Hier stellt sich sicher erstmal die Frage, was einen wissenschaftlichen Beitrag ausmacht? Jetzt mal abgesehen von formalen Kriterien, wie Angabe der Quelle, Zitieren, Neutralit&#228;t usw. Woran mache ich das fest? Wie sieht es aus mit der L&#228;nge eines Blogbeitrags? Kann er - und vor allem sollte er &#252;berhaupt so lang wie ein Artikel sein, den man z.B. in einer Fachzeitschrift ver&#246;ffentlicht? Hinkt ein Blogpost einem wissenschaftlichen Anspruch hinterher und das vielleicht sogar zwingend? </p>
<blockquote><p>Kann ich diese Beitr&#228;ge in meine Publikationsliste aufnehmen? Oder verschweige ich besser komplett, dass ich blogge?</p></blockquote>
<p>Dies wird sicher von so etwas wie &#8220;wissenschaftlicher Stimmung&#8221; generell gegen&#252;ber nicht-institutionellen Ver&#246;ffentlichungen im Web abh&#228;ngig sein und wie sich diese zuk&#252;nftig entwickeln wird. Mir scheint (da kann ich mich aber nat&#252;rlich irren, bin ja nicht universit&#228;r t&#228;tig), dass man generell - damit meine ich nicht speziell die Religionswissenschaft - geneigter ist Artikel als wissenschaftlich anzusehen, die auf &#8220;echten&#8221; Webseiten ver&#246;ffentlicht werden als Artikel, die auf Blogs ver&#246;ffentlicht werden. Ist das &#252;berhaupt so? Wie siehst du das?</p>
<p>Gesetzt dem Fall es ist so, dann kann man sich nat&#252;rlich fragen, worin der gro&#223;e Unterschied besteht? </p>
<p>Beide &#8220;Textsorten&#8221; k&#246;nnen beliebig lang sein, auch wenn sie es nicht sein sollten - das ist aber ein anderes Thema. Oder vielleicht doch nicht?</p>
<p>Besteht der Unterschied in der Kommentierbarkeit durch andere - im direkten Dialog mit Lesern? Ist Wissenschaftlichkeit dann gegeben, wenn nur ein Fachpublikum etwas lesen kann oder mindestens eine Institution im Hintergrund steht? Ist es die Bezeichnung &#8220;Blog&#8221; und das damit verbundene Schmuddelimage der Blogosph&#228;re, das diese ja durchaus nicht so ganz zu Unrecht hat?!  Mehr Fragen als Antworten und ich bin mir sicher, dass man noch mehr Fragen stellen kann.</p>
]]></content:encoded>
				</item>
	<item>
		<title>Von: Michael Blume</title>
		<link>http://www.tuxbrink.de/om-sein/2008/04/26/bloggende-religionswissenschaftler-eine-noch-seltene-spezies/#comment-15334</link>
		<author>Michael Blume</author>
		<pubDate>Sun, 27 Apr 2008 23:12:54 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.tuxbrink.de/om-sein/2008/04/26/bloggende-religionswissenschaftler-eine-noch-seltene-spezies/#comment-15334</guid>
					<description>Sch&#246;ner Beitrag, danke! :-)

Pers&#246;nlich glaube ich, dass die Chance religionswissenschaftlicher Blogs in der Vernetzung nach innen und au&#223;en &#252;ber die jeweilig individuellen Themen erfolgen. Wenn jemand z.B. den Buddhismus in Deutschland als Schwerpunkt-Thema bearbeitet, wird er oder sie mit einem interessanten Blog innerhalb k&#252;rzester Zeit in der Szene bekannt und vernetzt sein. Leute informieren sich, verlinken, zitieren (off- und online), auf Themen, Fachartikel und -b&#252;cher dazu werden Leute aufmerksam, Journalisten und Verlage fragen schlie&#223;lich auch nach.

Insofern sehe ich gerade in unserem Fach ein enormes Potential dieses Mediums! So erfolgt &#252;ber die H&#228;lfte der Zugriffe bei mir &#252;ber Google-Suchen - die Leute suchen religionsbezogene Begriffe oder Bilder im Web. Wenn wir als Religionswissenschaftler gar nichts anbieten, uns auch als Fach unsichtbar machen - wer w&#252;rde dann dieses Vakuum ausf&#252;llen?

Wenn es stimmt, dass Religionswissenschaft gerade auch im Dienst einer sich bildenden Gesellschaft steht, dann br&#228;uchte es m.E. dringend mehr Religionswissenschaft-Blogger!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Sch&#246;ner Beitrag, danke! :-)</p>
<p>Pers&#246;nlich glaube ich, dass die Chance religionswissenschaftlicher Blogs in der Vernetzung nach innen und au&#223;en &#252;ber die jeweilig individuellen Themen erfolgen. Wenn jemand z.B. den Buddhismus in Deutschland als Schwerpunkt-Thema bearbeitet, wird er oder sie mit einem interessanten Blog innerhalb k&#252;rzester Zeit in der Szene bekannt und vernetzt sein. Leute informieren sich, verlinken, zitieren (off- und online), auf Themen, Fachartikel und -b&#252;cher dazu werden Leute aufmerksam, Journalisten und Verlage fragen schlie&#223;lich auch nach.</p>
<p>Insofern sehe ich gerade in unserem Fach ein enormes Potential dieses Mediums! So erfolgt &#252;ber die H&#228;lfte der Zugriffe bei mir &#252;ber Google-Suchen - die Leute suchen religionsbezogene Begriffe oder Bilder im Web. Wenn wir als Religionswissenschaftler gar nichts anbieten, uns auch als Fach unsichtbar machen - wer w&#252;rde dann dieses Vakuum ausf&#252;llen?</p>
<p>Wenn es stimmt, dass Religionswissenschaft gerade auch im Dienst einer sich bildenden Gesellschaft steht, dann br&#228;uchte es m.E. dringend mehr Religionswissenschaft-Blogger!</p>
]]></content:encoded>
				</item>
	<item>
		<title>Von: Christian Schmied</title>
		<link>http://www.tuxbrink.de/om-sein/2008/04/26/bloggende-religionswissenschaftler-eine-noch-seltene-spezies/#comment-15336</link>
		<author>Christian Schmied</author>
		<pubDate>Tue, 29 Apr 2008 10:06:36 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.tuxbrink.de/om-sein/2008/04/26/bloggende-religionswissenschaftler-eine-noch-seltene-spezies/#comment-15336</guid>
					<description>Wir haben Sie in unserem zweiten Teil unserer Blogwelt-Serie erw&#228;hnt:

Den Link finden Sie unten:

http://blog-de.scholarz.net/2008/04/29/blogwelt-serie-wissenschaftler-packen-es-selbst-an-blogs-von-wissenschaftlern/

mit freundlichen Gr&#252;&#223;en,

das "scholarz.net" Team</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wir haben Sie in unserem zweiten Teil unserer Blogwelt-Serie erw&#228;hnt:</p>
<p>Den Link finden Sie unten:</p>
<p><a href="http://blog-de.scholarz.net/2008/04/29/blogwelt-serie-wissenschaftler-packen-es-selbst-an-blogs-von-wissenschaftlern/" rel="nofollow">http://blog-de.scholarz.net/2008/04/29/blogwelt-serie-wissenschaftler-packen-es-selbst-an-blogs-von-wissenschaftlern/</a></p>
<p>mit freundlichen Gr&#252;&#223;en,</p>
<p>das &#8220;scholarz.net&#8221; Team</p>
]]></content:encoded>
				</item>
	<item>
		<title>Von: omsein</title>
		<link>http://www.tuxbrink.de/om-sein/2008/04/26/bloggende-religionswissenschaftler-eine-noch-seltene-spezies/#comment-15340</link>
		<author>omsein</author>
		<pubDate>Thu, 01 May 2008 10:01:49 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.tuxbrink.de/om-sein/2008/04/26/bloggende-religionswissenschaftler-eine-noch-seltene-spezies/#comment-15340</guid>
					<description>Danke f&#252;r eure weiteren Gedanken zum Thema, Kestin und Michael.

Ich glaube, Michael bringt es auf den Punkt: 

&lt;blockquote&gt;
Pers&#246;nlich glaube ich, dass die Chance religionswissenschaftlicher Blogs in der Vernetzung nach innen und au&#223;en &#252;ber die jeweilig individuellen Themen erfolgen.
&lt;/blockquote&gt;

Das sehe ich im Prinzip genauso! Die St&#228;rke von Blogs sind ihre Dynamik, die formale und inhaltliche Vernetzung sowie die Chance, Diskurse und Diskussionen transparent und nachvollziehbar zu machen.

Ich denke, dass hier ein enormes Potential f&#252;r die Wissenschaft liegt! Vernetzung von Wissenschaftlern untereinander und eine Popularisierung religionswissenschaftlicher Themen sind nur einige der neuen M&#246;glichkeiten. Zugleich bieten Blogs als religionswissenschaftliche Quelle Wissenschaftlern die M&#246;glichkeit, religi&#246;se Diskursbildungen nachzuvollziehen, was ich enorm spannend finde!

Ich habe allerdings den Eindruck, bislang wurden und werden die Chancen, die Blogs bieten, in den dominanten Wissenschaftsdiskursen einfach (noch) nicht erkannt.

&lt;blockquote&gt;
Hinkt ein Blogpost einem wissenschaftlichen Anspruch hinterher und das vielleicht sogar zwingend? 
&lt;/blockquote&gt;

Meines Erachtens nach sind Zuschreibungen an den Begriff "Wissenschaftlichkeit" kontext- und zeitgebunden und k&#246;nn(t)en sich &#228;ndern. (Bzw. haben sich im Laufe der Geschichte, auch der Disziplingeschichte der Religionswissenschaft, schon gewaltig ge&#228;ndert! - Wer w&#252;rde heute noch nach "dem Heiligen" oder einem anderen gemeinsamen Nenner in allen Religionen suchen (wollen)?)

Sollte man deshalb also nicht in Bezug auf die Wissenschaftlichkeit von Blogbeitr&#228;ge tats&#228;chlich nur den kleinsten gemeinsamen Nenner anlegen: die formalen Kriterien? 

Was meint ihr da drau&#223;en?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Danke f&#252;r eure weiteren Gedanken zum Thema, Kestin und Michael.</p>
<p>Ich glaube, Michael bringt es auf den Punkt: </p>
<blockquote><p>
Pers&#246;nlich glaube ich, dass die Chance religionswissenschaftlicher Blogs in der Vernetzung nach innen und au&#223;en &#252;ber die jeweilig individuellen Themen erfolgen.
</p></blockquote>
<p>Das sehe ich im Prinzip genauso! Die St&#228;rke von Blogs sind ihre Dynamik, die formale und inhaltliche Vernetzung sowie die Chance, Diskurse und Diskussionen transparent und nachvollziehbar zu machen.</p>
<p>Ich denke, dass hier ein enormes Potential f&#252;r die Wissenschaft liegt! Vernetzung von Wissenschaftlern untereinander und eine Popularisierung religionswissenschaftlicher Themen sind nur einige der neuen M&#246;glichkeiten. Zugleich bieten Blogs als religionswissenschaftliche Quelle Wissenschaftlern die M&#246;glichkeit, religi&#246;se Diskursbildungen nachzuvollziehen, was ich enorm spannend finde!</p>
<p>Ich habe allerdings den Eindruck, bislang wurden und werden die Chancen, die Blogs bieten, in den dominanten Wissenschaftsdiskursen einfach (noch) nicht erkannt.</p>
<blockquote><p>
Hinkt ein Blogpost einem wissenschaftlichen Anspruch hinterher und das vielleicht sogar zwingend?
</p></blockquote>
<p>Meines Erachtens nach sind Zuschreibungen an den Begriff &#8220;Wissenschaftlichkeit&#8221; kontext- und zeitgebunden und k&#246;nn(t)en sich &#228;ndern. (Bzw. haben sich im Laufe der Geschichte, auch der Disziplingeschichte der Religionswissenschaft, schon gewaltig ge&#228;ndert! - Wer w&#252;rde heute noch nach &#8220;dem Heiligen&#8221; oder einem anderen gemeinsamen Nenner in allen Religionen suchen (wollen)?)</p>
<p>Sollte man deshalb also nicht in Bezug auf die Wissenschaftlichkeit von Blogbeitr&#228;ge tats&#228;chlich nur den kleinsten gemeinsamen Nenner anlegen: die formalen Kriterien? </p>
<p>Was meint ihr da drau&#223;en?</p>
]]></content:encoded>
				</item>
	<item>
		<title>Von: kp</title>
		<link>http://www.tuxbrink.de/om-sein/2008/04/26/bloggende-religionswissenschaftler-eine-noch-seltene-spezies/#comment-15374</link>
		<author>kp</author>
		<pubDate>Mon, 26 May 2008 04:54:13 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.tuxbrink.de/om-sein/2008/04/26/bloggende-religionswissenschaftler-eine-noch-seltene-spezies/#comment-15374</guid>
					<description>Interessant auch: Why do anthropologists blog? auf: http://tinyurl.com/4fbyur</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Interessant auch: Why do anthropologists blog? auf: <a href="http://tinyurl.com/4fbyur" rel="nofollow">http://tinyurl.com/4fbyur</a></p>
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		<title>Von: Religionswissenschaft.info</title>
		<link>http://www.tuxbrink.de/om-sein/2008/04/26/bloggende-religionswissenschaftler-eine-noch-seltene-spezies/#comment-15375</link>
		<author>Religionswissenschaft.info</author>
		<pubDate>Mon, 26 May 2008 08:06:46 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.tuxbrink.de/om-sein/2008/04/26/bloggende-religionswissenschaftler-eine-noch-seltene-spezies/#comment-15375</guid>
					<description>&lt;strong&gt;Warum bloggen Wissenschaftler, warum sollten sie es tun und warum tun es andere nicht?...&lt;/strong&gt;

Manchmal begegnen einem in der wissenschaftlichen Blogosph&#228;re bereits sehr fr&#252;h am Tag interessante Themen: Warum bloggen Wissenschaftler eigentlich, warum sollten sie es tun und warum tun es einige nicht? Mit diesem Thema hat sich vor einige...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Warum bloggen Wissenschaftler, warum sollten sie es tun und warum tun es andere nicht?&#8230;</strong></p>
<p>Manchmal begegnen einem in der wissenschaftlichen Blogosph&#228;re bereits sehr fr&#252;h am Tag interessante Themen: Warum bloggen Wissenschaftler eigentlich, warum sollten sie es tun und warum tun es einige nicht? Mit diesem Thema hat sich vor einige&#8230;</p>
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