Freitag, 6. April 2007
"Sweet Jesus"?!
Passend zum Karfreitag: In den USA sorgt eine lebensgroße Christus-Figur aus (Achtung!) Schokolade in Kreuzigungs-Pose für einen Eklat unter Christen: Insbesondere die “Katholische Liga” fühle sich - so Spiegel Online vom 30. März - von der golgathanischen Schoko-Figur angegriffen. Der Vorsitzender Bill Donnahue spricht von “einer der schlimmsten Verletzungen christlicher Gefühle, die es je gegeben hat”.
Er kritisierte vor allem, dass “My Sweet Lord”, wie die Schokoladenfigur genannt wird, ausgerechnet in der Karwoche und über Ostern in der Galerie des Hotels (gemeint ist das Roger Smith Hotel in New York, d. Bl.) gezeigt werde. “Die Tatsache, dass genau die Karwoche gewählt wurde, zeigt, dass das kalkuliert und absichtlich ist”, sagte Donohue, dessen Gruppe 350.000 Katholiken in den USA repräsentiert. Er rief zu einem wirtschaftlichen Boykott des Hotels auf. Moralisch sei das Hotel schon ruiniert.
Zwar wiegelte das Hotel die Kritik ab, sprach vom Zeitpunkt der Ausstellung kurz vor Ostern von einem “unglücklichen Zufall” und verglich die heftige Reaktion der Gläubigen mit einer “christlichen Fatwa” (so Spiegel Online), dennoch wurde (so die Website des Post Chronicle, ebenfalls vom 30.3.) das Exponat aus Rücksicht auf die religiösen Gefühle der protestierenden Christen nun wieder abgenommen.
Noch einige Eckdaten zu “My Sweet Lord”:
Das Kunstwerk wurde aus mehr als 200 Pfund Milchschokolade geschaffen und ist rund 1,80 Meter groß. Es zeigt Jesus mit ausgestreckten Armen, als hänge er an einem unsichtbaren Kreuz.
Und die brennende Frage für alle Figurbewussten: laut Post Chronicle vom 28. März schlägt der Vollmilch-Messias mit rund 500.000 Kalorien zu Buche.
Dann lieber nur ein ganz gewöhnlicher Schoko-Osterhase bitte! Der Schoko-Jesus läge mir vermutlich doch zu schwer im Magen (und auf den Hüften)!







