Samstag, 31. März 2007

GodTube - "Was würde Jesus herunterladen"?

Wir alle kennen YouTube - die derzeit größte “video sharing”-Plattform, gegründet im Februar 2005 und seit Oktober 2006 fest in Google-Hand. Und so einflussreich, dass sogar renommierte Medienkunst-Journale wie bittekunst.de (“Journal für Netzkunst, Videokunst und Kreatives”) über dessen ästhetischen Einfluss schreiben.

Aber einen kleinen Schönheitsfehler hat die populäre Filmchen-Börse (jedenfalls für [konservative] Christen: Sie ist *heidnisch*. Genau wie Wikipedia (wie bereits am 6. März in Kampf der Lexika(?) thematisiert). Und ebenso wie bei der Online-Enzyklopädie gibt es auch hier eine christliche Alternative. Sie heisst GodTube (“Broadcast Him”). Hier geht es nur um das Eine: die Verbreitung des Wort Gottes. Weiterlesen?

Kommentieren? » Abgelegt unter Web-Schnipsel, Humor, Christentum, Populärkultur von omsein um 10:21.

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Freitag, 30. März 2007

G.O.R. 07 - Nachlese

OK. Wie befürchtet waren wir da falsch. Wir hätten auch unsere Vorträge besser auf die Erfordernisse der Tagung anpassen können / sollen / müssen. Das gilt jedenfalls für mein Paper. Weniger Ergebnisse, weniger religionswissenschaftliche Details und mehr Methode wäre angebracht gewesen. Aber hinterher ist man ja immer schlauer.

Jedenfalls haben alle 16 Zuhörer (die Zahl erscheint nicht groß, ist aber doch beachtlich, wenn man bedenkt, dass parallel zu unserem Panel der Chefredakteur von Spiegel Online sprach!) bis zum Ende durchgehalten. Auch, wenn danach Fragen kamen wie: “Was ist denn Paganism?” oder: “Was bedeutet Handfasting?” Ganz klar: Das hätten wir erklären müssen und nicht voraussetzen dürfen.

Eine Lehre fürs nächste Mal: Nicht mehr anderer Leute Notebooks benutzen. Zum mindesten nicht, wenn man nicht sicher sein kann, dass da die neuesten Versionen der Präsentations-Software und alle Video-Kodice installiert sind. Fehlt etwas (wie geschehen), wird einem die schönste Performance vermasselt. Und Performance ist zwar nicht alles, aber mindestens 50% eines Vortrags!

Wir sind jedenfalls unserem Exoten-Status gerecht geworden - mal hoffen, dass es mit dem Networking besser klappt!

Kommentieren? » Abgelegt unter Tagungen, Off Topic, Diss von omsein um 12:13.

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Sonntag, 25. März 2007

G.O.R. 07

gor.jpg

Soo, bis einschließlich Donnerstag wird om Sein dichtgemacht. Zusammen mit K. und N. bin ich als Redner auf der 9. internationalen GOR Konferenz (GOR steht für “General Online Research”) in Leipzig.

Gegenstand der internationalen Tagung sind Theorien, Methoden und Ergebnisse der Forschung hinsichtlich sozialer und wirtschaftlicher Aspekte des Internet sowie der Mobilkommunikation.Ziel der GOR 07 ist es, den Stand der wissenschaftlichen Forschung, innovative Entwicklungen sowie praktische Erfahrungen zu dokumentieren und damit einen Transfer zwischen

-Wissenschaftlern
-Anwendern der Internet-Forschung
-Universitäten und Unternehmen
-Nachfragern und Anbietern

zu ermöglichen.

Soweit die Zielsetzung auf der Tagungs-Website.

Schaut man sich das Programm an, sind wir mit unserem (im übrigen immer noch mit falschem Titel ausgewiesenen) Panel “Religiöse Rituale im Internet” (richtigerweise sollte es eigentlich heißen: “Rituale Online. Kulturwissenschaftliche Perspektiven auf ein neues Forschungsfeld”) mal wieder die totalen Exoten … Mal schauen, ob überhaupt ein Zuhörer kommt …! :)

Kommentieren? » Abgelegt unter Tagungen, Off Topic, Diss von omsein um 8:08.

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Sonntag, 25. März 2007

Höllische Fluppen?!

Passend zur derzeitigen Diskussion ums Rauch-Verbot …

tom029.jpg

von Tom aus der taz.

Genau *das* wünsche ich manchmal Rauchern an den Hals, wenn ich wieder einmal asthmatisch hustend eine Kneipe verlasse! Nicht sehr christlich, meine Gedanken - ich weiß …

Kommentieren? » Abgelegt unter Humor von omsein um 7:54.

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Samstag, 24. März 2007

"Das Wort zum Freitag"!

Es wurde hier bereits einmal thematisiert: die Öffentlich-Rechtlichen planen ein “Wort zum Freitag” für Muslime, das zunächst im Internet augestrahl werden sollte. Wonach sich Kritik regte, da verständlicherweise auch andere Religionsgemeinschaften nun ihr “Wort” wollten … (Eine ganz gute Zusammenfassung der Diskussion bietet dieser Artikel der Süddeutschen vom 19. Februar).

Offensichtlich steht der Sendetermin für das “Islamische Wort” nun fest, wie Spiegel Online heute berichtet:

Das “Islamische Wort” soll vom 20. April an auf der Internetseite des Informationsradios SWR Cont.ra in deutscher Sprache ausgestrahlt werden. Dies gab der Intendant des Senders, Peter Voß, nach einer Sitzung des SWR-Rundfunkrats in Mainz bekannt. (…) Die etwa dreiminütigen Beiträge werden dann von den Autoren selbst gesprochen und sollen sich nicht nur an Muslime, sondern auch an andere religiös interessierte Zuhörer wenden.

Das ging ja fix! Und das trotz aller Angst vor “islamistischer Unterwanderung” und “Hasspredigern” (so die Sorge der verantwortlichen Stellen)!

Mal gespannt, ob nun bald auch andere religiöse Wörter folgen … Wenn ja, wäre das ein spannendes Forschungsfeld für Religionswissenschaftler und eine etwas andere Form der Komparatistik! :)

1 Kommentar » Abgelegt unter Presse, Islam von omsein um 11:21.

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Donnerstag, 22. März 2007

Scharia in Deutschland?

… Es ging ja durch alle Zeitungen: Eine Richterin am Familiengericht Frankfurt / Main soll bei einem Urteilsspruch in einem Scheidungsverfahren den Koran hinzugezogen und auf das dort niedergelegte Züchtigungsrecht der Frau rekurriert haben.

Wie bitte?
Scharia in Deutschland?
Was wollen wir eigentlich?
“Multikulti” und “Jedem das Seine” oder deutsche “Leitkultur”?

In den Entrütsungsstürm ging völlig unter, wer jetzt genau was gesagt und getan hat und warum. Wohltuend deshalb der Artikel “Koran-Alarm in Deutschland” in der Süddeutschen vom 22.03., der versucht, ein bisschen Licht ins Dunkel zu bringen. Weiterlesen?

Kommentieren? » Abgelegt unter Presse, Islam von omsein um 17:19.

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Donnerstag, 22. März 2007

"re:publica - Leben im Netz"


Vom 11.-14. April findet in Berlin die Tagung “re:publica - Leben im Netz” statt, organisiert und durchgeführt von newthinking communications und Spreeblick. Themen sind (nach eigenen Angaben):

Soziale Netzwerke, Blogs, Podcasts, Videocasts, Online- und Offline-Communities und -Services - all diese Aspekte werden bei der re:publica ebenso umfassend zur Sprache kommen wie Hintergründe, die Philosophie, die Prinzipien, die rechtlichen Grundlagen der sozialen (R)evolution im Netz. Kurzum: Es geht um Kultur.

Das klingt ja gar nicht schlecht, zumal laut Programm u.a. der deutsche “Blog-Forscher” Jan Schmidt sprechen wird. Außerdem soll es um 3D Online-Welten u.ä. gehen (das klingt verdächtig nach Second Life).

Es soll um Kultur gehen - “Religion(en)” scheinen aber leider keine Rolle zu spielen, auch wenn sich da ziemlich viel tut … Vielleicht ergibt sich trotzdem eine Möglichkeit zur Diskussion und / oder Vernetzung mit anderen. Insbesondere Leuten, die im “Dunstkreis” der “virtuellen Welten” forschen? Das wäre gerade jetzt, wo unser Projekt zu Ritualen in Second Life (Website leider immer noch nicht online, Kurzberschreibungen gibt´s aber auch hier) “in trockenen Tüchern” ist …

Ich bin gespannt!

Kommentieren? » Abgelegt unter Tagungen, Populärkultur von omsein um 13:03.

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Sonntag, 18. März 2007

Teufel! Keine Sadisten!

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von Tom aus der taz.

Kommentieren? » Abgelegt unter Humor von omsein um 21:39.

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Donnerstag, 15. März 2007

Gott und das Klima

Was haben konservative US-amerikanische Christen mit der Klimaerwärmung am Hut? Nichts. Genau. Nach einem Telepolis-Artikel vom 06. März sehen sie in der derzeitigen Klima-Diskussion nur “eine linke Ablenkung von den wichtigen Themen”. Trotzdem ist da in letzter Zeit so einiges in Bewegung geraten weiß Florian Rötzer in seinem Artikel “Gott und die Klimaerwärmung”:

Fundamentalistische Christen in den USA zeichnen sich auch dadurch aus, dass für sie Klimaerwärmung keine wirkliche Bedrohung darstellt. Gott hat die Welt und das Leben in ihr bis hin zum Menschen mehr oder weniger vollendet geschaffen, weswegen größere evolutionäre Veränderungen oder katastrophale Zufälle im Plan der göttlichen Vorhersehung keine Rolle spielen. Es wäre schon ein Frevel aus dieser Sicht, wenn man es für möglich hält, dass Gott die für den Menschen geschaffene Welt durch deren eigene Aktivitäten über eine Klimaerwärmung gefährden lassen könnte. Also haben in der gegenwärtigen Aufregung nach dem UN-Klimabericht mehrere konservative christliche Gruppen einen Brief an ihre Kollegen von der National Association of Evangelicals (NAE) geschickt, um diese aufzufordern, nicht mehr über die Klimaerwärmung die eigentlich wichtigen christlichen Themen zu verdrängen.

Es ist ja allgemein bekannt: Das Kyoto-Protokoll spielt in den USA nicht wirklich eine Rolle. Der Präsident selbst hat gewisse Berührungspunkte :) mit dem erwähnten christlich-konservativen Kreisen und ein Viertel aller Treibhausgase wird jenseits des großen Teichs produziert (wie die Business Week kürzlich veröffentlichte).

ABER: Seit kurzem gibt es die Evangelical Climate Initiative (so Telepolis), die die Klimaprobleme als Menschenwerk ernst nimmt und zum Handeln aufruft. Weiterlesen?

Kommentieren? » Abgelegt unter Presse, USA, Christentum, Wissenschaftsdiskurs von omsein um 6:33.

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Sonntag, 11. März 2007

Bewerbungsgespräch

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von Tom aus der taz.

Kommentieren? » Abgelegt unter Humor von omsein um 17:21.

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Nachspann und anderes Blabla

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