Dienstag, 31. Oktober 2006
“Hallo Luther” statt Halloween! - So lautet die Initiative der evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannover zum “Geburtstag der evangelischen Kirche”.
Der Reformationstag (obgleich Feiertag in dem ein oder anderen Bundesland) führt gegenüber Halloween ja eher ein “Dornröschen-Dasein” (oder hieß es “Schneewittchen-Dasein”? - Egal. Erstere schlief, zweitere wurde vernachlässigt, passt beides …). Und das soll mittels einer “Sammlung von Gedanken und Material rund um den Reformationstag” (so der Text auf der Eingangsseite von “Hallo Luther”) geändert werden.
Die Webpräsenz scheint sich in Inhalt und Aufmachung vor allem an kirchliche Stellen zu richten, die mit der Organisation von Gottesdiensten und anderen kirchlichen “Events” betraut sind. - Und ist (deshalb?) alles in allem recht bieder. Das Originellste an der Seite ist der gute Martin in der Navigationsleiste, der zwischendurch mal zwinkert … (Und ob das wirklich witzig ist — darüber kann man streiten …) Weiterlesen?
Montag, 30. Oktober 2006
Huch?! - Kaum schreibt man mal nicht jeden Tag, stellt man fest, dass >>om Sein mehr Leser hat, als gedacht. Die sich dann melden, um ihr Bedauern auszudrücken. Das ist wirklich schön! :)
Aufgrund akuten Frusts gab´s letzte Woche eine kleine Pause. Tut mir leid! Der Frust ist zwar immer noch da, sucht sich derzeit aber andere Ziele und Auswege. (Unter anderem in Form eines grippalen Infekts?! *hust* *hust*)
Außerdem denke ich über die Installation eines leicht modifizierten Dart-Boards nach. Weiterlesen?
Donnerstag, 26. Oktober 2006
… die “Bibel in gerechter Sprache” ist da!
Fünf Jahre lang arbeiteten 42 Frauen und 10 Männern daran, die Bibel “weiblicher” und “jüdischer” zu machen, so berichtet die Online-Ausgabe des Spiegel vom 25. Oktober. Das Werk erschien kürzlich im Gütersloher Verlagshaus (und mir ist auch so, als hätte ich kürzlich einen Werbeflyer dafür in der Hand gehabt). Dort gibt es auch einen Zusatzband, der die Grundlagen der Neuübersetzung klärt.
Die Frage, ob die Bibel durch die Neuübersetzung und -interpretation auch (sozial- und kulturhistorisch) “korrekter” wird, beantwortet die Mitherausgeberin Claudia Janssen, PD und theologische Referentin der Evangelischen Frauenarbeit in Frankfurt, wie folgt:
Wir haben die historische Beweislast umgekehrt. Wir schreiben nur an den Stellen die maskuline Form, an denen definitiv beweisbar ist, dass Frauen nicht anwesend waren. Frauen waren damals in allen Bereichen der Gesellschaft vertreten, wie sozialgeschichtliche Zeugnisse zeigen. In alten Kaufverträgen zum Beispiel tauchen immer wieder Handwerkerinnen auf. 95 Prozent der Gesellschaft waren schlichtweg zu arm, um eine Rollenverteilung zu leben, in der die Frau aufs Private reduziert wurde. Wir dürfen uns da nicht von Cicero und anderer Literatur der antiken Oberschicht täuschen lassen.
Aha. Weiterlesen?
Montag, 23. Oktober 2006
Irgendwelche IPodianer unter uns?
Bekanntermaßen hat das gerade 5 Jahre alt gewordenen Trend-Accessoire nicht nur den maroden Apple-Konzern saniert und ist zurm Walkman des frühen 21. Jh. - seit kurzem kann man ihn sogar als Reiseführer, Personal Trainer und Getränkelexikon benutzen. Und auch die gesamte(?) Wikipedia-Enzyklopädie hat angeblich darauf Platz.
Ganz neu ist der IPod auch (im Wortsinne) als Medium zur Religionsausübung zu gebrauchen. - Der “Biblepod” ist geboren. So auch der Name der entsprechenden Software, die man - laut einem Spiegel-Artikel vom 21. Oktober - sich bei Bibleplayer.com herunterladen kann. Wahlweise kann man die “heilige Schrift” dann selber lesen - oder vorlesen lassen. Natürlich gibt´s das ganze analog auch für den Koran …
Es kann kein Zufall sein, dass der iPod schon in seiner ersten Ausführung ganz in unschuldigem Weiß gehalten war. Man stelle sich vor, Papst Benedikt tritt im Vatikan an den Balkon, verliest die heiligen Worte und sein Nuntius bedient das Click-Wheel (…)
Na, das ist doch trendy. Oder?
Sonntag, 22. Oktober 2006
Kleiner Online-Segen gefällig? Wahlweise auf hinduistischen, buddhistischen oder christlichern Webseiten?! Dann nix wie los zu blessed-bandwidth.net (“Get blessed for instant peace and happiness”), einem Projekt der indischen Künstlerin Shilpa Gupta.
In this work, Gupta explores religion, globalisation and the complex cultural and political dynamics of the internet. (…) The work is in part about the similarities, rather than differences, that exist between different religions.
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Samstag, 21. Oktober 2006

meint Tom aus der taz.
Freitag, 20. Oktober 2006
Heute gibt es keine “verunglückten” Google-News, deshalb möchte ich (gewissermaßen aus aktuellem Anlass) noch einmal an die Banane erinnern, die Gott und die Schöpfung “beweisen” soll. (Beitrag mit Film vom 4. August diesen Jahres.)
Irgendwie habe ich mir dadurch anscheinend einen “Virus” eingefangen. Einen *evangelikalen* Virus (das vermute ich jedenfalls). Schaut doch mal in die Kommentare zu diesem Beitrag!
- Kann man dagegen etwas machen? (Wenn ja, was?)
- Ist der ansteckend?
- Beißt der, wenn man ihn streichelt?
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Donnerstag, 19. Oktober 2006
Und wieder eine “Stilblüte” bei der News-Suche (Stichwort “Religion”) unter Google. (Die sollten wirklich mal ihr Suchparameter überprüfen!!!):
Eine dramatische(!) Meldung der evangelischen Nachrichtenagentur idea e.V. über eine “Antichristliche Aktion an der Universität Dresden” - und weil sie so “schön” ist, hier in voller Länge:
Dresden (idea) – Zu einer antichristlichen Aktion ist es an der Universität Dresden gekommen. Ziel war ein Projekt der Evangelischen Studentengemeinde (ESG), mit dem sie Menschen „ins Gespräch über Gott und die Welt bringen möchte“, wie Studentenpfarrer Michael Leonhardi gegenüber idea sagte. Dazu wurde im Hörsaalgebäude der Technischen Universität (TU) eine Schriftrolle aufgestellt. Auf ihr sollte jede Woche bis zum Ende des Semesters ein anderes Zitat bekannter Persönlichkeiten zum Verhältnis von Vernunft und Religion zu lesen sein. Doch nach zwei Tagen war die Schriftrolle gestohlen. Die Studentengemeinde erhielt ein Bekennerschreiben von einer Gruppe, die sich „Deprivation Through Intelligence“ (Beraubung durch Intelligenz) nennt und sich als „militant“ bezeichnet. Das mitgelieferte Foto zeigt zwei vermummte junge Männer, die sich in der Pose von Selbstmordattentätern neben der gestohlenen Schriftrollen-Installation präsentieren.
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Donnerstag, 19. Oktober 2006
Das Geo Magazin widmet sich in seiner Ausgabe 06/06 in einem Artikel US-amerikanischer “Megachurches”, der auch online verfügbar ist: “Im Großeinsatz für Gott”. Wie gewohnt mit eindrucksvollen Bildern.
“Megakirchen” sind nach Definition von Geo US-amerikanische Glaubensgemeinschaften, in deren Gotteshäusern sich am Wochenende mehr als 2000 Gläubige, teilweise - wie im Falle der Saddleback Church in Kalifornien, jedoch bis zu 30.000 Personen versammeln. Doch nicht nur die Größe erstaunt.
Innerhalb von nur 20 Jahren sind die neuen Gemeinden von einem Randphänomen zur bestimmenden Kraft des religiösen Lebens in den USA geworden - und zu einem gesellschaftlichen Machtfaktor. Gab es 1980 gerade mal 50 Großkirchen, so sind es heute rund 1200; die Zahl ihrer Anhänger hat sich von einigen 100.000 auf acht bis zwölf Millionen vervielfacht. Und diese Millionen bilden das Rückgrat der evangelikalen Bewegung, der sich rund ein Drittel aller US-Amerikaner zugehörig fühlen.

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Mittwoch, 18. Oktober 2006
Noch eine kleine Nachbemerkung zu meinen Kommentaren über den (doch recht doofen, hirnlosen und überhaupt völlig inkompetenten) Artikel über “Exploring Religion through ‘Battlestar Galactica’”:
Der (einzige) Grund, warum ich diesen überhaupt zum Thema gemacht habe, ist die Tatsache, dass er heute mittag bei Google News der erste(!!!) Eintrag war, der bei der Suche nach dem Stichwort “Religion” angezeigt wurde. Kaum zu glauben … (Die bei Google sollten mal ihre Suchparameter anpassen!)
Aber vielleicht sollte ich demnächst mal etwas zu meiner Methode schreiben, die ich beim Auswählen der Beiträge für diesen Blog aussuche. Es gibt nämlich eine Methode! (Jedenfalls fast :))
Und das macht man ja so, unter uns Wissenschaftlers. *augenzwinker*
Gell?!