Sonntag, 24. September 2006
Die neue Friedhofskultur(?)
Dass dem Fussball mitunter (nahezu) religiöser Status zukommt, ist kein neues Phänomen. Und so sollte es eigentlich nicht verwundern, dass nach Tamagotchi-Friedhöfen und Friedhöfen für Kuscheltiere nun auch der ultimative Fussball-Fanfriedhof auf den Markt kommt. (Eine Meldung ist es jedoch trotzdem wert! ;))
Das ZDF heute Magazin berichtet unter der Überschrift “Grab an Grab mit Diego Maradona”, dass der argentinische Fussballclub Boca Juniors den ersten Fan-Friedhof der Welt eröffnet hat. “Hier sollen Boca-Anhänger gleich neben ihren Idolen liegen.”
“Fans erheben ihre Fußballmannschaft zu einer Religion - das ist beeindruckend”, sagt der Priester und Boca-Fan José Luis Monzón. “Hier haben die Boca-Fans einen Ort, der sie auch im Tod mit ihrem Verein verbindet.” (…)
Auf dem ein Hektar großen Gelände ist zunächst Platz für 3000 weitere Grabstätten. Bei Bedarf kann die letzte Ruhestätte für Boca-Fans ausgeweitet werden. Dann könnten 12.000 Boquenses, so nennen sich die Fans selbst, beweisen, dass sie es ernst meinten, als sie ihrem Verein ewige Treue schworen. Ob sie katholisch oder evangelisch sind oder an gar keinen Gott glauben, spielt dabei keine Rolle. Auf dem Fan-Friedhof heißt die Religion Boca.
Sollte man mal dem Management von Schalke & Co. vorschlagen … Gerade heute, wo die Fussball-Vereine so am knapsen sind, wäre das auch hierzulande eine lukrative Einnahmequelle …







