Dienstag, 29. August 2006
Zeichen erfrischender Konsequenz!
“Vom kommenden Jahr an dürfen Lehrer und Schüler in schleswig-holsteinischen Schulen nicht einmal mehr eine Kette mit einem kleinen Kreuz um den Hals tragen”, berichtet ein Kommentator des Tagesspiegel Online in seiner heutigen Ausgabe.
Der Beschluss ist das Ergebnis eines Dilemmas. Ursprünglich sollte nur das muslimische Kopftuch verboten werden. Doch weil das, wie ein Urteil aus Baden-Württemberg gelehrt hat, gegen den Gleichheitsgrundsatz verstößt, wird nun gleich jedes religiöse Bekenntnis untersagt.
Zwar ist der Autor des Artikels strikt gegen diese Regelung und beschwört die Kraft der Religion: Dies kann man sehen wie man will und in beide Richtungen argumentieren.
Aber ist der schleswig-holsteinische Vorstoß nicht ein Zeichen erfrischender Konsequenz? - Hier werden christliche und andersgläubige Zeichen von Religiosität (endlich einmal) mit gleichem Maß gemessen.
Vielleicht hilft´s ja beim weiteren Nachdenken über dieses Thema …








on Dienstag, 29. August 2006 um 14:48:
Bei Beamten (Lehrern) kann ich mir ja noch vorstellen, dass man die Grundrechte einschränkt. Aber die Religionsfreiheit von Schülern so zu beschränken halte ich schon für ein starkes Stück.
on Dienstag, 29. August 2006 um 18:17:
OK.
Dann ist es aber auch eine Einschränkung, muslimischen Schülerinnen *UND* Lehrerinnen das Kopftuch zu verbieten, oder?
Es geht (mir) weniger darum, ob ein solches Verbot gut und richtig ist — es geht IMHO darum, endlich einmal *konsequent* zu sein! Religionsfreiheit gilt für *alle* Religionen! Und nicht nur für die “alteingesessenen”.
(Entweder alle oder keine … )
Und konsequent ist der schleswig-hosteinische Beschluss. Und mehr habe ich dazu auch nicht gesagt … :)